Das Wichtigste in Kürze
Das Google-Unternehmensprofil ist für Praxen und Studios wichtiger als die Website, weil es bei lokalen Suchen zuerst erscheint. Vollständig heißt: richtige Hauptkategorie, alle Leistungen eingetragen, Öffnungszeiten aktuell, Buchungslink hinterlegt, echte Fotos, und Bewertungen, auf die du antwortest. Name, Adresse und Telefon müssen überall identisch sein, auch auf der Website.
Warum das Profil vor der Website kommt
Bei Suchen mit Ortsbezug zeigt Google oberhalb der normalen Ergebnisse eine Karte mit drei Betrieben. Diese drei bekommen den größten Teil der Klicks und Anrufe. Welche drei das sind, hängt von Entfernung, Vollständigkeit des Profils und Bewertungen ab, nicht davon, wie schön deine Website ist.
Für Praxen und Studios heißt das: Ein vollständiges Profil mit Buchungslink bringt oft mehr Termine als jede andere Maßnahme, und es kostet nichts außer 15 Minuten.
Schritt 1: Profil anlegen oder übernehmen
Geh auf business.google.com und such nach deinem Betrieb. Oft existiert schon ein Eintrag, den Google automatisch angelegt hat. Dann übernimmst du ihn, statt einen zweiten zu erstellen. Zwei Einträge für einen Betrieb verwirren Google und deine Kundinnen.
Die Bestätigung läuft per Postkarte, Telefon oder Video, je nachdem, was Google anbietet. Das kann ein paar Tage dauern. Fang in der Zeit schon an, das Profil zu füllen.
Schritt 2: Die richtige Kategorie
Die Hauptkategorie ist die wichtigste Einstellung im Profil. Sie entscheidet, bei welchen Suchen du überhaupt erscheinst. Nimm die, die dein Hauptgeschäft beschreibt: Kosmetikstudio, Nagelstudio, Physiotherapeut, Heilpraktiker, Hebamme. Zusätzliche Kategorien kommen dazu, wenn du mehrere Dinge anbietest, etwa Fußpflege neben Kosmetikstudio.
Der Name im Profil ist dein echter Betriebsname, ohne Zusätze wie Ortsnamen oder Leistungen. Google sperrt Profile, die Keywords in den Namen packen.
Schritt 3: Leistungen, Zeiten, Buchungslink
- Leistungen eintragen, jede einzeln, mit Preis, wenn du Preise nennst. Bei Praxen die Leistungen beschreiben, nicht bewerben, siehe Heilmittelwerbegesetz.
- Öffnungszeiten aktuell halten, auch an Feiertagen und im Urlaub. Ein Profil, das „geöffnet“ anzeigt, während niemand abnimmt, kostet Bewertungen.
- Buchungslink hinterlegen. Viele Kundinnen buchen direkt aus dem Profil, ohne deine Website zu öffnen. Das Feld dafür heißt je nach Kategorie „Termin“ oder „Buchen“.
- Beschreibung in drei bis fünf Sätzen: was du anbietest, für wen, wo. Keine Wirkversprechen.
- Website-Link auf deine Startseite oder die passende Leistungsseite.
Schritt 4: Fotos, die zeigen, wie es bei dir aussieht
Profile mit eigenen Fotos werden häufiger angeklickt als Profile ohne. Es müssen keine Profifotos sein. Was zählt: Außenansicht, damit man dich findet, Innenansicht, damit man weiß, was einen erwartet, und ein Foto von dir. Stockbilder erkennt jede Kundin, und Google auch.
Lade alle paar Wochen ein neues Foto hoch. Ein aktives Profil wird von Google bevorzugt behandelt.
Schritt 5: Bewertungen holen und beantworten
Bewertungen sind für die Karte das, was für die Website die Verlinkungen sind: das stärkste Signal. Du bekommst sie nicht von selbst. Frag zufriedene Kundinnen direkt nach der Behandlung, am besten mit einem Link, den du per WhatsApp oder Mail schickst. Den Link findest du im Profil unter „Bewertungen erhalten“.
Antworte auf jede Bewertung, auch auf die guten, in zwei Sätzen. Bei Praxen gilt: keine Behandlungsdetails in der Antwort, auch wenn die Patientin selbst welche nennt. Das verletzt die Schweigepflicht.
Bei einer schlechten Bewertung: sachlich antworten, nicht rechtfertigen, ein Gespräch anbieten. Wer das liest, beurteilt dich an der Antwort, nicht an der Bewertung.
Name, Adresse, Telefon: überall gleich
Google vergleicht die Angaben im Profil mit deiner Website, deinem Impressum und Branchenverzeichnissen. Weichen sie ab, etwa „Str.“ gegen „Straße“ oder eine alte Handynummer, sinkt das Vertrauen in den Eintrag. Schreib dir die drei Angaben einmal auf und verwende überall exakt dieselbe Fassung.
Website und Google-Profil aus einem Guss
Bei jedem Website-Projekt richte ich das Google-Unternehmensprofil passend ein: dieselben Leistungen, dieselben Zeiten, derselbe Buchungslink. Erst Marktanalyse, dann Entwurf.
Websites für Praxen und Studios →Häufige Fragen
Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?
Nein. Das Profil ist kostenlos. Bezahlte Anzeigen sind davon getrennt und nicht nötig, um in der Karte zu erscheinen.
Ich arbeite mobil oder von zu Hause. Soll ich meine Adresse zeigen?
Du kannst die Adresse verbergen und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben. Das ist für Hebammen und mobile Dienstleisterinnen der übliche Weg.
Wie schnell wirkt ein vollständiges Profil?
Änderungen sind meist innerhalb weniger Tage sichtbar. Ob du in der Karte unter den ersten drei landest, hängt zusätzlich von Entfernung, Bewertungen und den Mitbewerberinnen in deinem Ort ab.