Das Wichtigste in Kürze
Eine Online-Terminbuchung nimmt deiner Kundin den Anruf ab und dir das Telefon während der Behandlung. Tools wie Treatwell, Shore, Timify oder Planity gibt es ab wenigen Euro im Monat. Auf der Website wird das Tool verlinkt, nicht eingebettet, damit kein Cookie-Banner nötig ist. Daneben braucht die Seite eine Preisliste mit Dauer je Behandlung und einen Buchen-Knopf, der auf dem Handy immer sichtbar ist.
Wann deine Kundinnen wirklich buchen
Schau in dein Buchungstool, falls du schon eines hast, oder in dein Telefon: Wann kommen die Anfragen per WhatsApp? Bei den meisten Studios liegt ein großer Teil außerhalb der Öffnungszeiten. Die Kundin sitzt abends auf dem Sofa, sieht ihre Nägel, öffnet Google und tippt Nagelstudio plus ihren Ort.
Findet sie ein Studio, bei dem sie den Termin sofort festmachen kann, ist die Sache erledigt. Findet sie nur eine Telefonnummer, muss sie sich den Anruf für morgen merken. Viele vergessen es, und manche buchen beim nächsten Studio in der Liste, das online buchbar ist.
Was die Buchung dir abnimmt
- Das Telefon während der Behandlung. Kein Klingeln mitten in der Wimpernverlängerung.
- WhatsApp-Pingpong. Kein „Hätten Sie Donnerstag 15 Uhr?“, „Leider nicht, Freitag?“, „Da kann ich nicht“.
- Erinnerungen. Die meisten Tools schicken automatisch eine Erinnerung vor dem Termin. Das senkt die Zahl der vergessenen Termine.
- Die Kundenkartei. Wer war wann da, welche Behandlung, welche Farbe. Das steht im Tool, nicht im Kopf.
Welche Tools es gibt
Für Kosmetik- und Friseurstudios sind unter anderem Treatwell, Shore, Timify und Planity verbreitet. Treatwell und Planity sind gleichzeitig Marktplätze, auf denen Kundinnen Studios suchen. Shore und Timify sind eher reine Kalender mit Kundenverwaltung. Dazu kommen allgemeine Werkzeuge wie Calendly, die für einfache Terminarten reichen.
Welches passt, hängt von drei Fragen ab: Arbeitest du allein oder mit Team? Brauchst du Anzahlung oder Vorkasse gegen Nichterscheinen? Willst du auf einem Marktplatz gefunden werden oder nur deine eigenen Kundinnen verwalten? Die Preise liegen je nach Anbieter und Umfang bei wenigen Euro bis einigen Dutzend Euro im Monat. Prüf die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter.
Verlinken statt einbetten
Fast jedes Tool bietet an, den Kalender als Fenster direkt in deine Website einzubetten. Das sieht praktisch aus und bringt dir ein Problem: Das eingebettete Fenster lädt Daten vom Anbieter, bevor deine Kundin irgendetwas angeklickt hat. Dafür brauchst du nach aktueller Rechtslage eine Einwilligung, also ein Cookie-Banner.
Die bessere Lösung ist ein Knopf Termin buchen, der zum Kalender des Anbieters führt. Deine Website bleibt ohne Banner, die Buchung läuft beim Anbieter, und die Kundin merkt den Unterschied nicht. Auf dem Handy bleibt der Knopf beim Scrollen sichtbar, auf dem PC steht er oben rechts und am Ende jeder Leistung.
Was auf der Seite stehen muss, damit gebucht wird
Der Buchen-Knopf allein reicht nicht. Bevor jemand bucht, will sie drei Dinge wissen:
- Was genau du anbietest, mit Namen, die deine Kundinnen kennen: Gel, Shellac, Wimpernverlängerung 1:1, Volumen, Gesichtsbehandlung.
- Was es kostet und wie lange es dauert. Eine Preisliste mit Dauer je Behandlung ist die meistgelesene Seite jedes Studios.
- Wie es bei dir aussieht. Zwei echte Fotos vom Studio und von dir. Keine Stockbilder.
Und ein Punkt, der oft übersehen wird: Dein Google-Unternehmensprofil sollte denselben Buchungslink haben. Viele Kundinnen buchen direkt aus der Google-Suche, ohne die Website je zu öffnen.
Was bei kosmetischen Aussagen zu beachten ist
Sobald eine Behandlung mit einer Wirkung beworben wird, kann das Heilmittelwerbegesetz greifen, auch im Kosmetikstudio. Reduziert Falten sichtbar oder heilt unreine Haut sind Wirkversprechen. Gesichtsbehandlung mit Reinigung, Peeling und Maske, 60 Minuten ist eine Beschreibung. Beschreibungen sind sicher, Versprechen nicht. Das ist keine Rechtsberatung, sondern die einfache Regel, nach der ich Studiotexte schreibe.
Website für dein Studio
Terminbuchung verlinkt, Preisliste mit Dauer je Behandlung, Texte ohne Wirkversprechen, Google-Profil passend dazu. Erst Marktanalyse, dann Entwurf. Festpreis vorab.
Zur Seite für Praxen und Studios →Häufige Fragen
Brauche ich für die Online-Buchung eine eigene Website?
Nein, das Tool funktioniert auch allein. Die Website ist die Seite, die Google zeigt, wenn jemand nach deinem Studio plus Ort sucht. Dort wird die Buchung gefunden.
Was ist mit Kundinnen, die lieber anrufen?
Die rufen weiter an. Die Online-Buchung ersetzt das Telefon nicht, sie entlastet es. Telefonnummer und Buchen-Knopf stehen nebeneinander.
Kann ich Anzahlungen verlangen, damit niemand den Termin verfallen lässt?
Die meisten Tools bieten das an, teils gegen Aufpreis. Ob es zu deinen Kundinnen passt, entscheidest du. Eine automatische Erinnerung einen Tag vorher reicht bei vielen Studios schon.