Das Wichtigste in Kürze

Selbstbau lohnt sich, wenn du am Anfang stehst, wenig Budget hast und eine Seite mit vier Abschnitten reicht. Machen lassen lohnt sich, wenn Termine über die Seite kommen sollen, wenn das Heilmittelwerbegesetz gilt oder wenn deine Zeit in der Behandlung mehr wert ist als am Laptop. In beiden Fällen gilt: erst prüfen, ob es in deinem Ort einen Markt gibt, dann bauen.

Die ehrliche Vorfrage

Bevor du überhaupt entscheidest, wie die Seite entsteht, lohnt eine andere Frage: Braucht dein Betrieb jetzt eine Website, oder reicht ein gutes Google-Unternehmensprofil? Ein Café, ein Blumenladen ohne Hochzeitsgeschäft, ein Studio, das noch keinen Monat alt ist: Für die ist das Profil mit Fotos und Öffnungszeiten erst einmal wichtiger als jede Seite.

Eine Website wird dann wichtig, wenn Kundinnen vor dem Kontakt etwas prüfen wollen: Preise, Leistungen, Qualifikation, Termine. Das ist bei Praxen, Kosmetikstudios, Hebammen und Fotografinnen der Normalfall.

Wann Selbstbau reicht

Für diesen Fall habe ich das E-Book „In 7 Tagen zur Website, die Kunden bringt“ geschrieben. Es führt mit KI durch den Bau, ohne Vorkenntnisse.

Wann machen lassen die bessere Rechnung ist

Die Fehler, die in beiden Fällen Geld kosten

Ohne Marktblick bauen. Die schönste Seite nützt nichts, wenn in deinem Ort zehn Studios dasselbe anbieten und du das elfte wirst, ohne Unterschied. Vorher prüfen, wer da ist, zu welchen Preisen, und wonach gesucht wird.

Stockfotos. Eine Frau mit perfekten Zähnen am Laptop, die nie in deinem Studio war. Kundinnen erkennen das. Zwei echte Fotos schlagen zwanzig gekaufte.

Eingebettete Fremddienste. Google Maps, YouTube, Buchungskalender direkt in der Seite bringen ein Cookie-Banner mit. Verlinken statt einbetten, und das Banner entfällt.

Rechtstexte aus dem Internet kopiert. Impressum und Datenschutz aus einem geprüften Generator, mit den Zusätzen für Heilberufe, wenn sie gelten.

Niemand testet das Formular. Das häufigste stille Problem: Das Kontaktformular meldet „gesendet“, aber nichts kommt an. Einmal im Monat selbst eine Testanfrage schicken.

Woran du ein faires Angebot erkennst

Wenn du machen lässt, achte auf fünf Dinge im Angebot:

Was fehlen darf: Erfolgsversprechen. Wer dir mehr Kundinnen garantiert, kennt deinen Markt nicht.

Lieber machen lassen?

Erst die Marktanalyse, dann der Entwurf, den du fertig siehst, dann der geprüfte Livegang. Festpreis vorab, Zuständigkeiten vor der Unterschrift benannt.

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Häufige Fragen

Kann ich mit einer selbst gebauten Seite anfangen und später wechseln?

Ja. Wichtig ist nur, dass die Domain auf deinen Namen läuft. Dann ziehst du später um, ohne die Adresse zu verlieren.

Was kostet eine Website für ein Studio oder eine Praxis?

Das hängt vom Umfang ab: Anzahl der Seiten, Buchung, Analyse, Texte. Ein seriöses Angebot nennt einen Festpreis, nachdem der Umfang im Gespräch geklärt ist. Vorher genannte Pauschalpreise sagen wenig über das aus, was du bekommst.

Reicht eine Seite aus dem Baukasten für Google?

Technisch meistens ja. Entscheidend sind Inhalte: eine Seite je Leistung, Ort im Titel, Tempo auf dem Handy. Das kannst du in jedem Baukasten umsetzen, es macht nur niemand von selbst.

Miriam Bäumler, Marketingberaterin aus Langenfeld
Miriam Bäumler

Marketingberaterin aus Langenfeld, M.Sc. Wirtschafts- und Werbepsychologie. Prüft, ob eine Idee an ihrem Ort einen Markt hat, und baut danach die Website dazu. Für Inhaberinnen von Praxen und Studios.

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