Das Wichtigste in Kürze
Selbstbau lohnt sich, wenn du am Anfang stehst, wenig Budget hast und eine Seite mit vier Abschnitten reicht. Machen lassen lohnt sich, wenn Termine über die Seite kommen sollen, wenn das Heilmittelwerbegesetz gilt oder wenn deine Zeit in der Behandlung mehr wert ist als am Laptop. In beiden Fällen gilt: erst prüfen, ob es in deinem Ort einen Markt gibt, dann bauen.
Die ehrliche Vorfrage
Bevor du überhaupt entscheidest, wie die Seite entsteht, lohnt eine andere Frage: Braucht dein Betrieb jetzt eine Website, oder reicht ein gutes Google-Unternehmensprofil? Ein Café, ein Blumenladen ohne Hochzeitsgeschäft, ein Studio, das noch keinen Monat alt ist: Für die ist das Profil mit Fotos und Öffnungszeiten erst einmal wichtiger als jede Seite.
Eine Website wird dann wichtig, wenn Kundinnen vor dem Kontakt etwas prüfen wollen: Preise, Leistungen, Qualifikation, Termine. Das ist bei Praxen, Kosmetikstudios, Hebammen und Fotografinnen der Normalfall.
Wann Selbstbau reicht
- Du stehst am Anfang. Nebenerwerb, erste Kundinnen, noch keine feste Positionierung. Eine selbst gebaute Seite mit vier Abschnitten ist besser als keine und lässt sich später ersetzen.
- Das Budget ist klein und ein Baukasten oder eine mit KI gebaute Seite kostet dich nur Zeit.
- Du hast die Zeit und magst die Arbeit. Manche Inhaberinnen bauen gern. Dann ist es kein Verlust.
- Die Seite muss nichts können außer informieren: Wer, was, wo, Kontakt.
Für diesen Fall habe ich das E-Book „In 7 Tagen zur Website, die Kunden bringt“ geschrieben. Es führt mit KI durch den Bau, ohne Vorkenntnisse.
Wann machen lassen die bessere Rechnung ist
- Termine sollen über die Seite kommen. Dann muss die Buchung sauber eingebunden sein, die Preisliste stimmen, die Seite auf dem Handy in zwei Sekunden laden. Jeder Fehler kostet Buchungen, jeden Tag.
- Das Heilmittelwerbegesetz gilt. Praxen, Heilpraktikerinnen, Kosmetik mit Wirkaussagen. Ein falscher Satz kann eine Abmahnung kosten, die teurer ist als die ganze Website.
- Deine Stunde ist in der Behandlung mehr wert. Rechne ehrlich: Wie viele Stunden kostet dich der Selbstbau, und was verdienst du in diesen Stunden mit Kundinnen?
- Du willst nicht mehr dran denken. Updates, Sicherheit, Erreichbarkeit, Formulartest. Beim Selbstbau bleibt das bei dir.
Die Fehler, die in beiden Fällen Geld kosten
Ohne Marktblick bauen. Die schönste Seite nützt nichts, wenn in deinem Ort zehn Studios dasselbe anbieten und du das elfte wirst, ohne Unterschied. Vorher prüfen, wer da ist, zu welchen Preisen, und wonach gesucht wird.
Stockfotos. Eine Frau mit perfekten Zähnen am Laptop, die nie in deinem Studio war. Kundinnen erkennen das. Zwei echte Fotos schlagen zwanzig gekaufte.
Eingebettete Fremddienste. Google Maps, YouTube, Buchungskalender direkt in der Seite bringen ein Cookie-Banner mit. Verlinken statt einbetten, und das Banner entfällt.
Rechtstexte aus dem Internet kopiert. Impressum und Datenschutz aus einem geprüften Generator, mit den Zusätzen für Heilberufe, wenn sie gelten.
Niemand testet das Formular. Das häufigste stille Problem: Das Kontaktformular meldet „gesendet“, aber nichts kommt an. Einmal im Monat selbst eine Testanfrage schicken.
Woran du ein faires Angebot erkennst
Wenn du machen lässt, achte auf fünf Dinge im Angebot:
- Festpreis vorab, keine Stundenabrechnung ohne Deckel.
- Du siehst den Entwurf, bevor gebaut wird, und hast Feedback-Runden.
- Domain und Konten laufen auf deinen Namen. Du kannst jederzeit gehen und nimmst die Seite mit.
- Klar, wer was macht: Wer entwirft, wer baut, wer hostet, wer später Texte ändert. Alles vor der Unterschrift benannt.
- Ein Livegang-Protokoll: Recht, Sicherheit, Tempo, SEO geprüft und dokumentiert.
Was fehlen darf: Erfolgsversprechen. Wer dir mehr Kundinnen garantiert, kennt deinen Markt nicht.
Lieber machen lassen?
Erst die Marktanalyse, dann der Entwurf, den du fertig siehst, dann der geprüfte Livegang. Festpreis vorab, Zuständigkeiten vor der Unterschrift benannt.
Websites für Praxen und Studios →Häufige Fragen
Kann ich mit einer selbst gebauten Seite anfangen und später wechseln?
Ja. Wichtig ist nur, dass die Domain auf deinen Namen läuft. Dann ziehst du später um, ohne die Adresse zu verlieren.
Was kostet eine Website für ein Studio oder eine Praxis?
Das hängt vom Umfang ab: Anzahl der Seiten, Buchung, Analyse, Texte. Ein seriöses Angebot nennt einen Festpreis, nachdem der Umfang im Gespräch geklärt ist. Vorher genannte Pauschalpreise sagen wenig über das aus, was du bekommst.
Reicht eine Seite aus dem Baukasten für Google?
Technisch meistens ja. Entscheidend sind Inhalte: eine Seite je Leistung, Ort im Titel, Tempo auf dem Handy. Das kannst du in jedem Baukasten umsetzen, es macht nur niemand von selbst.